Mrz 03

Nach einem zweieinhalbwöchigen Abenteuer Olympia bin ich am letzten Sonntag in die Heimat zurückgekehrt. Für mich war es eine tolle und intensive Zeit mit zahlreichen Erlebnissen an und neben dem Wettkampfgelände. Es braucht wohl noch etwas Zeit, um all die Eindrücke zu ordnen und auch meine Leistungen richtig einschätzen zu können. Die Verhältnisse waren an allen drei Bewerben sehr schwierig und ich konnte das nötige Quäntchen Wettkampfglück zum Teil nicht ganz an meine Seite ziehen. Doch wie heisst es so schön… “Glück ist, wenn Zufall auf Bereitschaft trifft!”. Wahrscheinlich war ich und mein Team für mehr als einen guten 11. Rang einfach noch nicht bereit.

Ein Exploit ist also ausgeblieben und auch ein Diplom durfte ich nicht nach Hause nehmen – dafür aber viele Erinnerungen und eine neue schwarze sexy Beaver Creek Travel Acoustic Gitarre.

Mittlerweile bin ich schon wieder in Lahti FIN gelandet, habe ein Training absolviert um die Beine zu lockern und hab den obligatorischen alljährlichen Einkaufsbummel im Jack&Jones hinter mir. Die nächsten Weltcups starten übermorgen – werde bereit sein.

Liebe Grüsse aus Lahti

Ronny

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Feb 24

Immer noch mitten drin an den Olympischen Spielen stehe ich vor dem letzten Wettkampf, dem Einzelbewerb auf der Grossschanze.

Unser nicht ganz erfreuliches Abschneiden beim Teamwettkampf habe ich heute Abend bei lockerem Spinning im Fitnesscenter des Athletendorfs verarbeitet und abgehakt. Gerade ich muss da einen grossen Teil der Verantwortung auf mich nehmen. Trotz gewohnter und sehr guter Vorbereitung kam ich heute nicht richtig in die Gänge. Mein Sprung zu wenig gesprungen und weit weg von meiner Trainingsleistung. Ich war in der Vergangenheit meistens eine gute Stütze in Teamwettkämpfen – heute habe ich gepatzt, was nicht ein schönes Gefühl ist. Auch in der Loipe konnte ich als Schlussmann keinen Platz mehr gut machen und lief hinter den Diplomrängen auf dem 9. Rang ins Ziel.

Aber wie gesagt – abgehakt! Ich stehe zu meiner Niederlage und schaue nach vorne. Bislang ist ja alles sogar ganz gut gelaufen. Der 11. Rang im ersten Einzelbewerb war ein Erfolg für mich. Klar, habe ein Olympiadiplom um 8 Sekunden verpasst – trotzdem war meine Leistung an der Schanze und in der Loipe etwas vom Besten der ganzen Saison. Ich war im richtigen Moment voll da. Solch bewegende Emotionen wie unmittelbar nach diesem Wettkampf habe ich wirklich noch nie erlebt. Auf der einen Seite voller Freude und auch etwas Stolz, einen guten Wettkampf gezeigt zu haben, auf der anderen Seite zutiefst enttäuscht, ein Diplom so knapp verpasst zu haben.

Ich weiss, ich kann am Donnerstag nochmals einen guten Wettkampf zeigen – und bin heiss drauf! ;-)

Bis bald! Have a good day!

Ronny

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Feb 13

Dank einem Direktflug von Zürich nach Vancouver sind wir angenehm und zügig gereist. Am Montagabend angekommen, darf ich nun im Olympiadorf in Whistler weilen. Zusammen mit den Biathleten besetzen wir ein Haus der Winterzweikämpfer. Ich habe mich schon gut eingelebt und akklimatisiert – das Abenteuer Olympia Vancouver 2010 darf beginnen.

Noch fühle ich mich sehr ruhig. Ich konnte die ersten Trainings hier ziemlich entspannt absolvieren. Das gestrige erste Sprungtraining verlief für mich erfreulich. Ich wollte den Schwung aus den letzten Weltcups und der Olympiavorbereitung in Oberstdorf mitnehmen und gleich von Beginn an die Sprünge laufen lassen. Ich konnte die Sprünge als Genuss wahrnehmen und ihnen eine gute Dynamik mitgeben – ein positiver Auftakt an der Schanze!

Übermorgen geht’s also los. Der eine Moment wird kommen, in dem ich loslegen darf. Der Moment wird kurz sein, verglichen mit der ganzen Vorbereitung darauf. Der Moment wird intensiv sein, eine sehr grosse Herausforderung. Nach zwei Olympischen Spielen weiss ich, was da auf mich zukommt, und ich bin gut vorbereitet. Ich freue mich darauf und spätestens morgen Abend wird das grosse Kribbeln im Bauch beginnen.

Grüsse aus dem Olympic Village Whistler

Ronny

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