Feb 24

Immer noch mitten drin an den Olympischen Spielen stehe ich vor dem letzten Wettkampf, dem Einzelbewerb auf der Grossschanze.

Unser nicht ganz erfreuliches Abschneiden beim Teamwettkampf habe ich heute Abend bei lockerem Spinning im Fitnesscenter des Athletendorfs verarbeitet und abgehakt. Gerade ich muss da einen grossen Teil der Verantwortung auf mich nehmen. Trotz gewohnter und sehr guter Vorbereitung kam ich heute nicht richtig in die Gänge. Mein Sprung zu wenig gesprungen und weit weg von meiner Trainingsleistung. Ich war in der Vergangenheit meistens eine gute Stütze in Teamwettkämpfen – heute habe ich gepatzt, was nicht ein schönes Gefühl ist. Auch in der Loipe konnte ich als Schlussmann keinen Platz mehr gut machen und lief hinter den Diplomrängen auf dem 9. Rang ins Ziel.

Aber wie gesagt – abgehakt! Ich stehe zu meiner Niederlage und schaue nach vorne. Bislang ist ja alles sogar ganz gut gelaufen. Der 11. Rang im ersten Einzelbewerb war ein Erfolg für mich. Klar, habe ein Olympiadiplom um 8 Sekunden verpasst – trotzdem war meine Leistung an der Schanze und in der Loipe etwas vom Besten der ganzen Saison. Ich war im richtigen Moment voll da. Solch bewegende Emotionen wie unmittelbar nach diesem Wettkampf habe ich wirklich noch nie erlebt. Auf der einen Seite voller Freude und auch etwas Stolz, einen guten Wettkampf gezeigt zu haben, auf der anderen Seite zutiefst enttäuscht, ein Diplom so knapp verpasst zu haben.

Ich weiss, ich kann am Donnerstag nochmals einen guten Wettkampf zeigen – und bin heiss drauf! ;-)

Bis bald! Have a good day!

Ronny

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Feb 26

Not a glory day!

Ronny Heer News Kommentare deaktiviert

Hi liebe Leute! Heute war nicht gerade ein glorreicher Tag für unser Team, und trotzdem schaue ich schon wieder vorwärts und konzentriere mich auf den letzten Einzelwettkampf dieser WM auf der Grossschanze. Es ist aber keinesfalls so, dass ich immer nur pseudooptimistisch die Zukunft vor Augen habe. Nach diesem Abschneiden beim Springen (11. Zwischenrang von 12 Nationen) hat es in mir zünftig gebrodelt; es war bitter nötig mal Dampf abzulassen. Es sind aus meiner Sicht in der Vorbereitung einfach zu viele Fehler passiert, die nicht in eine Profiliga gehören. Diese haben uns heute bitter bestraft. Mehr kann ich dazu nicht sagen, denn diese werden nach der Saison intern bestimmt wieder auf den Tisch gelegt!

Trotzdem, es ist keinesfalls nötig, jetzt schwarz zu malen. Teamkollege Seppi Hurschler leidet leider an einer hartnäckigen Virusinfektion, was ihn heute – unter meinem vollsten Verständnis – ausser Gefecht setzte. Ich wünsche ihm, dass er bis am Samstag wieder fit wird, denn ich traue ihm bei guter Gesundheit sehr viel zu! Jedenfalls mit einem anständigen Lauf heute wäre ein sechter Rang greifbar gewesen, womit wir unser Ziel ja auch erreicht hätten.

Also, nun definitiv abgehackt, mit einer sehr starken Energie aus dieser Niederlage geht’s jetzt halt doch wieder vorwärts, zielstrebig ans Projekt 2. WM-Einzelbewerb. Ich weiss, dass ich die Leistung vom letzten Sonntag noch toppen kann!

Gratulieren darf ich den frechen Japaner Kollegen – für die ich mich sehr freue –  für den Sieg, Tino und den Deutschen für den starken Schlusssprint, bei dem sie nur knapp scheiterten, und auch Ex-Teamkumpel Jan, der mit Norwegen noch die Bronzemedaille sichern konnte.

Sportliche Grüsse aus Liberec

Euer Ronny

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